El Chapos blutige Herrschaft ist beendet

Er ist einer der schillerndsten Drogenbosse überhaupt: “El Chapo”. Nun muss er wohl für den Rest seines Lebens ins Gefängnis. Eine New Yorker Jury hat ihn schuldig gesprochen.

Der mexikanische Drogenboss JoaquínEl ChapoGuzmán ist am Dienstag in seinem Strafprozess schuldig gesprochen worden. Der 61-Jährige muss damit wahrscheinlich für den Rest seines Lebens ins Gefängnis.

Das genaue Strafmaß wird zwar erst später verkündet. Für den schwersten Anklagepunkt, die Beteiligung an einer Verbrecherorganisation, schreibt das Strafgesetzbuch der USA aber lebenslange Haft vor. Einen Antrag auf vorzeitige Entlassung kann er nicht stellen. Die nach US-Bundesgesetz zulässige Todesstrafe war in dem Verfahren nach einer Einigung zwischen den USA und Mexiko, die Guzmán ausgeliefert hatten, ausgeschlossen.

Mythos ist widerlegt

Staatsanwalt Richard Donoghue sagte, Guzmánsblutige Herrschaft an der Spitze des Sinaloa-Kartells ist beendet, und der Mythos, dass er nicht zur Rechenschaft gezogen werden könne, ist widerlegt”. Auch die US-Regierung feierte das Urteil. Der amtierende US-Justizminister Matthew Whitaker sagte, Guzmánskriminelles Unternehmen flutete die Straßen der Vereinigten Staaten mit Hunderten Tonnen Kokain sowie enormen Mengen anderer gefährlicher Drogen wie Heroin und Methamphetamin”.

Die Jury in New York sah die Schuld Guzmáns am Dienstag in allen zehn Anklagepunkten als erwiesen an. Ihm war wegen Drogenschmuggels, Waffenhandels und Geldwäsche der Prozess gemacht worden. Laut Anklage soll das Sinaloa-Kartell unter seiner Führung zwischen 1989 і 2014 хутка 155 Tonnen Kokain und große Mengen andere Drogen in die USA geschmuggelt haben.

Der Prozess in einem New Yorker Bundesgericht war von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet worden. Während des Mammutverfahrens ließ die Staatsanwaltschaft mehr als 50 Zeugen vorladen. Außerdem bot sie hunderte Dokumente und Dutzende abgehörte Telefonate auf.

Nur ein Zeuge fürEl Chapo

Guzmáns Anwälte riefen dagegen nur einen einzigen Zeugen auf und beendeten ihre Verteidigung des Falls innerhalb von 30 хвілін. Ihre Strategie bestand im Wesentlichen darin, die Zeugen der US-Regierung als Lügner darzustellen, die durch Aussagen gegen Guzmán lediglich eigene Haftstrafen verringern wollten. Guzmán selbst hatte darauf verzichtet auszusagen.

Viele der Zeugen der Anklage schilderten bis in die grausigsten Details die Gewalttaten des mächtigen Drogenkartells. Sie beschrieben auch, wie das Kartell mexikanische Polizisten, Militärs und Regierungsmitarbeiter bestach.

Die Verhandlungen hatten fast drei Monate gedauert. Am Montagnachmittag vergangener Woche hatte sich die Jury dann erstmals zu Beratungen zurückgezogen, die sich über rund 35 Stunden hinzogen. Die Geschworenen baten unter anderem darum, die Aussagen mehrerer wichtiger Zeugen nochmal schriftlich nachgereicht zu bekommen.


Guzmán ist derzeit in einem Hochsicherheitsgefängnis in New Yorks Stadtteil Manhattan eingesperrt. Offen ist, ob er seine Strafe dort absitzen soll oder in eine andere Haftanstalt verlegt wird. In Mexiko gelang es Guzmán bereits zwei Mal, aus dem Gefängnis auszubrechen: 2001 entkam er in einem Wäschekorb und 2015 durch einen Tunnel, den Komplizen bis unter seine Zelle gegraben hatten.

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